Elias Weinacht

Ich wurde 1984 in der Pfalz geboren und bin in Mutterstadt aufgewachsen. Nach dem Besuch der Grund- und Integrierten Gesamtschule in Mutterstadt machte ich 2004 Abitur.  Danach absolvierte ich meinen Zivildienst bei der Ökumenischen Sozialstation in Limburgerhof. Anschließend ging ich für ein Jahr ins Ausland: Als Aushilfe half ich beim Kühe melken in Neuseeland und sammelte spannende Eindrücke in Burma und Thailand. Ab 2006 studierte ich Politikwissenschaften, Soziologie und Öffentliches Recht in Bamberg und anschließend Entwicklungszusammenarbeit in Lund in Schweden. Nach einem Arbeitsaufenthalt in Vietnam bin ich nun seit 2013 endlich wieder in der Vorderpfalz. Ich arbeite in Mainz als wissenschaftlicher Referent.

Wenn ich zurückdenke, war meine erste richtige Erfahrung mit „Politik“ der Krieg auf dem Balkan. Die Fernsehbilder habe ich noch genau vor Augen. Viele werden diese Augenblicke bewusster erlebt haben. Mich haben sie motiviert den Kriegsdienst zu verweigern. Nun sind es vor allem die Themen Gerechtigkeit und Solidarität, die mich antreiben. Nicht nur politisch, aber vor allem dort. Ich engagiere mich aus der tiefen Überzeugung heraus, dass wir Verantwortung tragen – für unsere Umwelt, unsere Mitmenschen und die nächsten Generationen. Schon in der Schul- und Studienzeit habe ich mich viel eingebracht: als Schüler zum Beispiel bei Amnesty International und an der Uni in der studentischen Selbstverwaltung.

Internationale Solidarität ist eines meiner Herzensthemen: Im Jahr 2011 habe ich deswegen mit Freunden den Verein CHANGE gegründet, der entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Deutschland leistet und Graswurzelprojekte im Ausland fördert. Ganz konkret fördern wir zum Beispiel eine Schule an der Elfenbeinküste, die dank der Zusammenarbeit mittlerweile mehr als 600 Schüler besuchen können. An meinem Studienort Bamberg habe ich eine Lebensmittelkooperative gegründet, in der wir gemeinsam bei Bio-Bauern aus der Region Lebensmittel gekauft haben. Das spart Verpackungsmüll und Transportwege – ein Beispiel gelebter Nachhaltigkeit! Da ich in einer in der Landwirtschaft tätigen Familie aufgewachsen bin, ist mir auch wichtig, dass die Bauern aus der Region ihr Einkommen sichern können. Durch unsere Kooperative haben wir dazu beigetragen.

Neben diesem Engagement in der Zivilgesellschaft habe ich mich 2012 dazu entschlossen, verstärkt politisch engagiert zu sein und bin den Grünen beigetreten. Seit 2014 bin ich Mitglied des Kreistags und dort in dem Ausschuss, der den Kreistag vorbereitet sowie im Umweltausschuss. In Mutterstadt bin ich Mitglied des Verkehrsgremiums sowie im Umwelt und Landwirtschaftsausschuss.

Ich würde mich freuen, wenn mich viele Menschen bei meiner Arbeit begleiten. Ich werde immer ein offenes Ohr für Initiativen und Anregungen haben!